
„… das was mich antreibt, ist der Mensch, der Andere, das Gesamte, dieser ganze Komplex des Miteinander in all seinen Facetten und eben der Einzelne, wie er sich artikuliert und behauptet.“
– Clemens Kaletsch
Die Bildsprache von Clemens Kaletsch passiert zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion, zwischen Figuren und Schatten.
Der Künstler verwendet gebrochene Farbtöne auf weißen Hintergrund, den er immer wieder hervorscheinen lässt, oder dazu nutzt die Farbigkeit zu intensivieren. Es entsteht ein Gefühl der Transparenz und Durchsichtigkeit. In der Flut von Farbe skizzieren sich mehr oder weniger erkennbare Andeutungen von Architektur, Landschaften oder Figuren. Auch diese Figuralen Elemente entstehen aus der Malerei heraus. Mal mit stärkeren Umrisslinien, wie auf den Arbeiten auf Papier, mal dezenter, sodass nur noch Schattenwesen zu erkennen sind. Dadurch gewinnen die Bilder von Clemens Kaletsch an Melancholie und Mystik. Mit den Titel der Arbeiten, wie zum Beispiel „Horizont“, „Luberon“, „Früher Morgen“ oder „Anlehnung“, versucht der Betrachter eine Brücke zur Abbildung aufzubauen. Bei „Luberon“ erkennt man eine Gebirgskette, bei „Früher Morgen“ Menschen die auf einen Zug warten. Dennoch bleiben viele Bilder Rätselhaft.
1957 geboren in München
1979 – 1984 Studium an der Hochschule für angewandte Kunst, Wien bei Oswald Oberhuber
1982 Österreichischer Graphikpreis, Preis der Bundesrepublik Deutschland, Tiroler Landesmuseum, Innsbruck
1980 – 1984 Studium an der Akademie der Bildenden Künste Wien bei Arnulf Rainer
1984 Ars Viva 84/85 – Farbige Plastik, Förderpreis der Deutschen Wirtschaft im Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
1995 Lehrauftrag für Malerei an der Universität Mainz
Clemens Klatsch lebt und arbeitet in Wien.
AUSSTELLUNGEN AUSWAHL
2017 Vermessung der Realität, Clemens Kaletsch, Galerie Rhomberg, Innsbruck
2017 Projekt Statement, Parallel Vienna, Alte Sigmund Freud Universität, Wien
2017 Es ist Kreuz, JesuitenFoyer, Bäckerstraße, Wien
2017 Wahnsinn, Kunstgruppe, Salon Schmitz, Köln
2016 Projektstatement, Parallel Vienna, Alte Post, Wien mit Julia Avramidis und Dejan Spasovski
2016 Crossover, Galerie Madesta, Regensburg
2015 Hinter den Bergen das Meer, Galerie Walderforff, Schloß Lütetsburg und Limburg an der Lahn
2015 Zig Zag, Clemens Kaletsch, Galerie Rhomber, KCC, Kitzbühel
2014 Joan Cortés & Clemens Kaletsch, Michael Horbach Stiftung, Köln
2014 Clemens Kaletsch. Bilder und Zeichnungen, Dany Keller Galerie, Eichelhardt
2013 COSA nostra, Jagla Ausstellungsraum, Köln
2010 Geh mit Deinem Blick, Künstlerverein Malkasten, Hentrichhaus, Düsseldorf
2008 Nah, doch fern, Galerie Karl Pfefferle, München
2007 Growing Up, Galerie Rhomberg, Innsbruck
2005 Social Conditions, Bayerisches Sozialministerium, München
2003 Mittags ohne Schatten, Galerie Karl Pfefferle, München
2002 Orange. Clemens Kaletsch, Räume Herbert Fuchs, Innsbruck
2001 Hommage Michel Seuphor, Festival Borgerhout, Antwerpen
2000 Grenzgänge im Niemandsland, Kunsthaus Lempertz, Berlin
1999 Zeichnung II. Im Blick des Gedankens, Tiroler Kunstpavillon, Innsbruck
1997 Clemens Kaletsch. Zeichnungen, Reliefs, Skulpturen, Galerie Rhomberg, Innsbruck (mit Young-Jae Lee)
1996 Verfassung des Augenblicks, Marmelsteiner Kabinett, Würzburg
1995 Bilder 1993-95, Galerie Heinz Holtmann, Köln
1994 Für F.N., Stiftung Weimarer Klassik Belvedere, Weimar
1990 Übergrenzen – Eine Zusammenarbeit, Galerie im Taxispalais, Innsbruck
1990 Galerie Rhomberg, Innsbruck (mit Bernd Zimmer)
1987 Mir gegenüber, Galerie Krinzinger, Innsbruck
1984 Kunstlandschaft Bundesrepublik, Kunstverein Brühl, Stuckvilla München
1984 Junge Österreicher, Galerie Krinzinger, Innsbruck/ Galerie Nächst St. Stephan, Wien
1982 Österreichischer Graphikpreis, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Innsbruck

























