
Sevda Chkoutova betrachtet das weibliche Begehren und die Lust in Verbindung mit gesellschaftlichen Attributen und Normen, inneren Zwängen und Selbsterfahrung. Zeichnend, vorwiegend mit Graphitstift, Kugelschreiber und Tusche, umkreist Chkoutova die weibliche Welt mit dem vielfältigen Angebot an körperlichen Erfahrungen, Zuständen, Träumen und schrecklichen Visionen. In einer Weise, die fragmentarisch, vereinzelt karikierend, aggressiv gleichzeitig aber konkret, zart und liebevoll ist. Sie zeigt alle Facetten des Frauseins und des weiblichen Lebens: Frau, Mutter, Tochter, Künstlerin, Hausfrau, Geliebte, …
Im Zentrum von Chkoutovas künstlerischer Forschung steht die weibliche Lust in all ihrer Komplexität.
Sie untersucht die doppelte Moral, ihre dominierende Darstellung in den Medien und Einschränkungen, die in der Gesellschaft auferlegt werden und in vielfältiger Weise von den Frauen selbst erfahren werden.
– Sabine Fellner, Auszug aus: „Women.Now.“, Ausstellungskatalog ACF New York 2018
Sevda Chkoutova (* 1978 Sofia, Bulgarien) zählt zu den brillantesten zeitgenössischen Zeichnerinnen in Österreich. Ihre oft großformatigen Arbeiten zeichnen sich durch die virtuose Beherrschung der Techniken der Tusche-, Graphit- und Kohlezeichnung aus. Fein ausgearbeitete, detaillierte Zeichnungen überziehen in bisweilen spielerischer Detailfülle die Papierarbeiten.
Sevda Chkoutova lebt und arbeitet in Wien.
1996-1997 Kunstgeschichte an der neuen Bulgarischen Universität, Sofia
1997-1998 Kunstgeschichte an der Uni Wien, Österreich
1998-2002 Studium der kontextuellen Malerei, Akademie der bildenden Künste in Wien (Meisterklasse Prof. Sue Williams, Prof. Muntean/Rosenblum)
seit 2020 Mitglied des Künstlerhaus Wien
seit 2024 Mitglied des Salzburger Kunstvereins
PREISE & NOMINIERUNGEN
2024 Nominierung für den Erich Grabner Preis 2024, Krems
2020 Staatsstipendium für Bildende Kunst, BMKOES
2013 Nominierung für den Künstlerinnenpreis für Zeichnung, Nordrhein Westfalen
2012 Nominierung für den 1. Internationalen Faber-Castell Preis für Zeichnung, Neues Museum in Nürnberg
2011 Nominierung für Kardinal-König-Kunstpreis 2011, Salzburg
2011 Nominierung für Walter Koschatzky Preis 2011, mumok, Wien
AUSSTELLUNGEN AUSWAHL
2024 Galerie Rhomberg, Innsbruck, sisi & susi
2024 Galerie Vaska Emanouilova, Sofia, Die Re-Evolution der Frauen. Ein Rollentausch
2024 Gerberhaus, Fehring, Fortsetzung folgt, kuratiert von Roman Grabner
2024 Galerie 422 Frames, Gmunden, Sevda Chkoutova – Königinnen
2024 schauraum k3, Galerie für Gegenwartskunst, Simmbach am Inn, Winterfest
2024 Galerie Gölles, Fürstenfeld, ein original von…VIII
2023 Lentos Kunstmuseum Linz, Schwestern & Brüder
2023 Museum Angerlehner, Thalheim bei Wels, kunst.leben.leidenschaft
2023 Kunstverein Kärnten, Klagenfurt, Reflections of Shock, kuratiert von Paula Marschalek
2023 Museum Frauenkultur, Fürth, Geburtskulturen
2023 Rondell Galerie, Bad Schwanberg, Seeds, kuratiert von Galerie Heimo Bachlechner
2023 Frauenmuseum Hittisau, Hittisau, blitzblank!
2023 Österreichisches Kulturform, Berlin, berühren.natur
2023 Kunstwerk, Köln, flux – flüssig
2022 Frauenmuseum Hittisau, Hittisau, Häusliche Gewalt ist keine Privatangelegenheit!
2022 schauraum k3 – Galerie für Gegenwartskunst, Simbach am Inn, Tür zu
2022 mumok Bibliothek, Wien, Sevda Chkoutova – kunst|buch|donnerstag
2022 Künstlerhaus Wien, Wien, Tür zu – die rote Wand
2022 Parallel Vienna 2022, Wien
2022 Albertina Museum, Die Sammlung Chobot
2021 Frauenmuseum Meran, Geburtskultur
2021 Galerie am Polylog, Wörgl, Sevda Chkoutova – Vergiss den Traum und tanz weiter
2021 Museum Angerlehner, Thalheim bei Wels, Sevda Chkoutova – natur.weiblich
2021 Lentos Kunstmuseum Linz, Linz, Wilde Kindheit
2021 Parallel Vienna, Wien

























