
Peter Kogler (*1959 in Innsbruck) zählt zu den bedeutenden österreichischen Künstlern im Bereich der Medien- und Installationskunst.
Sein Werk bewegt sich zwischen Zeichnung, Siebdruck, Computeranimation, Projektion und Architektur. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Bilder einen Raum verändern und wie digitale Strukturen unsere Wahrnehmung prägen.
Charakteristisch für Koglers Arbeiten ist eine klar erkennbare Bildsprache aus wiederkehrenden Zeichen und geometrisch beziehungsweise organisch wirkenden Strukturen.
Zu seinen bekanntesten Motiven gehören Ameisen, Gehirne, Röhren, Netzwerke und Weltkugeln. Diese Elemente werden seriell angeordnet und über große Flächen hinweg wiederholt. Dadurch entstehen Bildwelten, die über den einzelnen Bildträger hinausgehen und den gesamten Raum erfassen können.
Ein wesentlicher Bestandteil seines Schaffens ist die Verbindung von Bild und Raum. Kogler gestaltet nicht nur einzelne Objekte oder Bilder, sondern bezieht Wände, Böden, Decken und architektonische Strukturen in seine Arbeiten ein.
Tapeteninstallationen, Projektionen und illusionistische Raumlabyrinthe lassen den Ausstellungsraum dadurch als zusammenhängende visuelle Umgebung erscheinen. Seit den 1990er-Jahren spielen auch großformatige bewegte Projektionen eine wichtige Rolle in seinem Werk.
Technologie ist dabei nicht lediglich ein Hilfsmittel, sondern ein wesentlicher Bestandteil seiner künstlerischen Praxis.
Bereits in den frühen 1980er-Jahren experimentierte Kogler mit Computern und digitalen Bildsystemen.
Seine Arbeiten verbinden eine bewusst reduzierte Formensprache mit den Möglichkeiten digitaler Bildproduktion und erzeugen so eine Spannung zwischen organischen Formen und technischen Strukturen.
Auch in seinen neueren Arbeiten beschäftigt sich Kogler mit der zunehmenden Vernetzung und Bilderflut des digitalen Zeitalters.
Koglers Arbeiten wurden international in bedeutenden Institutionen und Ausstellungen präsentiert, darunter die documenta IX und X, die Biennale in Venedig, das mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, die Schirn Kunsthalle Frankfurt und das Kunsthaus Bregenz. Im öffentlichen Raum ist sein Werk unter anderem in Graz präsent, etwa mit Arbeiten am Grazer Hauptbahnhof.








