
„Ich achte darauf, dass meine Werke nicht zu erotisch sind, dass sie immer noch etwas Humorvolles haben. Ich achte auf „geschmackvolle“ Inszenierungen. Das versteht man oder nicht.“
– Mel Ramos
Mel Ramos zählt neben Andy Warhol und Roy Lichtenstein zu den wichtigsten Vertretern der Pop-Art Bewegung. Der kalifornische Künstler übernimmt für seine Werke vornehmlich Motive aus Comics und der Werbung. Berühmtheit erlangte Ramos besonders durch seine „Commercial Pin-Ups“. Er arrangiert idealisierte und nackte Frauen in Verbindung mit verschiedenen Konsumgütern und Markenprodukten. Als Vorbilder für den weiblichen Akt dienen ihm die Darstellungen in Pin-Up Magazinen aus den 1950er und 1960er Jahren, welche er ironisch interpretiert und in provakanter und lasziver Haltung eng verschlungen mit bekannten Produkten zeigt, wie etwa Pin-Up Girls, die aus überdimensional großen Schokoladeriegeln herauswachsen, sich im Martiniglas räkeln oder keck auf einer kubanischen Zigarre posen.
Dabei hat dieses Zusammenspiel nichts mit Sexismus zu tun, es handelt sich hierbei um eine kritische und teilweise satirische Auseinandersetzung mit den Werbemechanismen der 60er und 70er Jahre und der Rolle des weiblichen Körpers im aufkommenden Materialismus. Der Künstler persifliert dieses artifiziell sexualisierte Bild und verweist somit auf die versteckten Marketingstrategien unter dem Motto „Sex sells“ in der amerikanischen Werbung und in der Warenwelt allgemein.
AUSSTELLUNGEN AUSWAHL
2020 Galerie Rhomberg, Innsbruck
2019 Modernism, San Francisco
2018 Kunsthaus Hannover, Hannover
2016 Musée d’art Contemporain de Lyon, Lyon
2015 REÖK Museum, Szeged
2015 Galerie Rhomberg, Innsbruck
2011 Albertina, Wien
2007 Galerie Rhomberg, Innsbruck
2003 Bernaducci-Meisel, New York
2003 Galerie Terminus, München
2002 Modernism, San Francisco
2001 Galleria d`Arte Maggiore, Bologna
2000 Galerie Levy, Hamburg
2000 Kunsthaus Köln
1999 Galleria Civica di Modena, Modena
1999 Kunsthaus Hannover
1997 Galery Levy, Madrid
1997 Kantor Gallery, Los Angeles
1996 Modernism, San Francisco
1996 Galerie Hilger, Wien
1995 Kunsthalle zu Kiel, Kiel
1995 Hochschule für Angewandte Kunst, Wien
1981 Louis K. Meisel Gallery, New York
1972 Utah Museum of Fine Arts, Salt Lake City
1971 Galerie Bruno Bischofsberger, Zürich
1969 Gegenverkehr, Aachen
1968 David Stuart Gallery, Los Angeles
1967 San Francisico Museum of Modern Art, San Francisco
1966 Galerie Ricke, Kassel
1964 Bianchini Gallery, New York
1963 Contemporary Art Museum in Houston

































