Originalgrafik
17/01/2016
12/03/2016

ORIGINALGRAFIK

Galerie Rhomberg / Innsbruck
Clemens Rhomberg

Roy Lichtenstein gilt neben Andy Warhol als der bedeutendste Vertreter der Pop Art.
Das neue Ausstellungsjahr eröffnet die Galerie Rhomberg mit einer dem amerikanischen Künstler gewidmeten Schau, welche vornehmlich Originalgrafiken aus verschiedenen Schaffenszeiten Roy Lichtensteins erstmals in Innsbruck präsentiert.

„Ich habe den Hang, sehr typische Comic-Motive zu wählen; solche die in einem gewissen Sinne nicht eine in ihrem Bereich einzigartige Idee ausdrücken. Mit anderen Worten: Ich wähle üblicherweise nicht jene Motive, die überwältigende Aussagen enthalten, sondern jene, die keine Aussage von Bedeutung aufweisen oder die lediglich klassische Archetypen ihrer Art zu sein scheinen. Die interessieren mich am meisten. Ich gehe von solchen Motiven aus um zu einer fast klassischen Form zu gelangen, wobei ich versuche, dem Motiv etwas abzugewinnen, das außerhalb der Zeit liegt, das unpersönlich und mechanisch erscheint… Comics sind Experimentierfelder der Erregung, der Phantasie.“
-Roy Lichtenstein

Roy Lichtenstein gilt neben Andy Warhol als einer der „Gründungsväter“ der Pop Art.

Seine Motive sind Bildfragmente aus verschiedenen Massenmedien, wie etwa Comicstrips oder Werbebilder, welche er als Vorlagen für seine Arbeiten aus Magazinen und Zeitungen herausnimmt.
Vor seinem Durchbruch als Pop Art Künstler in der New Yorker Kunstszene Anfang der 60er Jahre, war Lichtenstein nur mäßig erfolgreich.
Bevor sich der Künstler der Pop Art widmete, stand Lichtensteins malerisches Werk vor allem unter dem Einfluss des Kubismus und Abstrakten Expressionismus.

1961 distanzierte er sich von der expressiven Malerei und u.a. beeinflusst von seinen Künstlerkollegen Allan Kaprow und Claes Oldenburg, beschäftigte sich Lichtenstein mit alltäglichen Gegenständen und dem Phänomen der Massenkultur. Ähnlich wie Andy Warhol entwickelte Lichtenstein die Idee, durch Entlehnung bekannter Motive und Gegenstände aus verschiedenen Massenmedien, wie beispielsweise Strips aus Teen- und Actioncomics, eine neue banale und zugleich ironische Bild- und Kunstsprache zu formen.
Dabei verwendet er das kommerzielle Druckverfahren, insbesondere die Benday Technik, ersichtlich als Pünktchen Raster. Diese Technik nutzt der Künstler als prägendes Stilelement, zunächst in den von ihm gemalten und dann in den druckgrafisch reproduzierten Kunstwerken.

Die Ausstellung zeigt vornehmlich Originalgrafiken Roy Lichtensteins aus den Jahren 1964 bis 1996 und bietet einen umfassenden Einblick in die vielfältige Themenwelt und umfangreiche Schaffensperiode des Künstlers. Neben den bekannten Comicstrip Bildern sind ebenso Lichtensteins Landscapes zu sehen, als auch Interieur Szenen, Kompositions Bilder (Lichtenstein war passionierter Jazzliebhaber) und Variationen aus seiner Brushstrokes Serie.

Als Lichtenstein 1961 in der New Yorker Kunstszene als Pop Art Künstler der Durchbruch gelang, konnte er zunächst kaum Kritiker von sich überzeugen.
Das Life Magazine betitelte ihn 1964 sogar als den „vielleicht schlechtesten Künstler Amerikas.“ Heute ist Lichtenstein unbestritten eine Schlüsselfigur der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts.

 

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