Martino Gamper – in cooperation with Moroso
Der italienische Designer Martino Gamper interpretierte in Zusammenarbeit mit dem Möbelhaus Moroso bereits vorhandene Produktionsstücke der Firma neu.
Es entsteht dabei eine durchdachte Metamorphose, bei der bekannte Designermöbel durch das Hinzufügen neuer Elemente »verwandelt« werden.
„A stroll through time; a view, from a different angle, of what has been done and what could have been done. A story of ideas, prototypes, variants, variations, hybrids, cross-fertilisations, interpretations of art, mistakes.”
Creative Director Patrizia Moroso über The Metamorfosi
Die Galerie Rhomberg präsentiert die Schau „The Metamorfosi“ des Designers Martino Gamper, welcher in Zusammenarbeit mit dem italienischen Möbelhaus Moroso, eine Serie von mehreren „verwandelten Designklassiker“ konzipierte bzw. neu interpretierte.
Darunter beispielsweise das „Victoria & Albert“ Sofa von Ron Arad, bei welchem er in London studierte, und der Sessel aus der Saruyama Island Serie von Toshiyuki Kita.
Gamper erarbeitete hier, in behutsamen Umgang mit dem Ausgansdesign der Möbelstücke, neue experimentelle Formen.
Dabei handelt es sich nicht nur um eine Umgestaltung der Sitzmöbel, sondern vielmehr initiiert Gamper durch die „Metamorphose“ eine Synthese zwischen dem ursprünglichen und noch durchscheinenden Design und der von ihm addierten experimentellen Gestaltung.
Er entkontextualisiert ein fertiges Werk und verwandelt es, unter Berücksichtigung seiner Ausgangsform, zu etwas Neuem.
Durch Hinzunahme von neuen Elementen und Materialien wie etwa Schaumstoff, Stahl und Holz und dem Überziehen der Möbelstücke mit bunten, patchworkartigen Textilien, erstellt er eine physische Collage, welche ein neues Design ergibt und gleichzeitig mit der Ausgangsform in einen hybriden Dialog tritt. Improvisation und der spielerische Umgang mit den Stücken sind hier für die künstlerische Herangehensweise Martino Gampers bezeichnend.
Seine experimentelle Auseinandersetzung mit Design zeigt sich bereits in früheren Projekten wie etwa „if gio only knew“, „Martino Mollin“ und eines seiner bekanntesten Projekte „100 Chairs in 100 Days and its 100 Ways“.
