Ich bin der letzte Sommerfrischler der Saison
Schnee & Blumen Ein sanftes Tal. Die Straße führt vom Traunsee über einen kleinen Pass zum Attersee. Schon oft bin ich auf meinen Spatziergängen hier vorbeigekommen. Anfang des Jahres schaute ich hier wieder in Richtung Süd-Westen. Hinter den Waldrücken die beiden Langbathseen. Es hatte frisch geschneit. Die Landschaft so vertraut wie seltsam entrückt. Ein stilles, warmes, fast schattenloses Licht.
Assoziationen und Querverbindungen stellten sich ein. Das ganze Landschaftsgefüge dehnte sich und breitete sich in meinem Kopf aus. Erst wenige Tage zuvor hatte ich wieder einmal Breughels Winterbild in Wien besucht. Vage keimte in mir die Idee für ein neues Landschaftsbild. – Fast drei Monate später, die Forsythien und Magnolien blühten bereits, war das Bild dann fertig.
Ob die Bewohner ihr Zuhause auf dem Bild wohl wiedererkennen? – Im Laufe der Arbeit rückt der reale Ort für mich in den Hintergrund. Die Malerei verwandelt ihn. Er wird ein drittes: ein Bild. * Krankheitsbedingt pausierte ich 2020 für einige Monate mit dem Malen und Zeichnen.
Zeit um vieles Revue-passieren zu lassen. Gewichte verlagerten sich, manches sah ich neu. Die Empfindung von Leere und Reichtum im selben Moment. – Dann die fünf Herbstblumen in einem Glas: ein zartes Leuchten. Ganz unbedingt drängte es mich sie zu malen. Ich hatte Feuer gefangen. Ein erstes Wasserfarbenblatt entstand, 15 weitere Blumenstilleben folgten in den nächsten Wochen.
Biographie
1960 geboren in Wels
1981 – 1988 Studium an der Hochschule Mozarteum, Salzburg, Malerei bei Prof. Peter Prandstetter
1996 – 1998 Kuratorentätigkeit für den Ausstellungsraum Büchsenhausen, Innsbruck
1999 Arbeitsstipendium Krumau (Tschechien) und Paliano (Italien)
2002 Arbeitsstipendium Paris
2003 Arbeitsstipendium Plüschow (Mecklenburg)
Lebt und arbeitet in Innsbruck.















