Das Mysterium des Weiblichen
07/12/2019
30/01/2020

Kitzbühel / Country Club
Clemens Rhomberg

„Look closely“  Ein Grußwort zur Ausstellung

 

Schon bei der ersten Begegnung mit den Arbeiten von Lukas Walcher hat mich sein Gefühl für Formen, sein sicherer Strich, sein Mut und seine Sicherheit in der Farbgebung beeindruckt.
Der menschliche Körper, besonders der weibliche, fasziniert Lukas Walcher. Er reduziert ihn auf seine Grundformen, zerlegt und verfremdet – und konzentriert ihn dadurch auf das Wesentliche.
Er erreicht eine innere Unabhängigkeit vom Naturbild, die es ihm ermöglicht aus Formen und Farben eine höhere Wirklichkeit zu gestalten. Neben der leuchtenden Farbgebung ist auch – in Linie und Kontur – das graphische Element ein wesentlicher Bestandteil seiner Arbeiten.
Immer aber spürt man die Spontanität und Kraft in seinen Arbeiten. Reduziert, klar, manchmal fast plakativ, verliert er sich nicht in Details, er abstrahiert – und durch „das Weglassen des Unnötigen“, wie Walter Koschatzky es nannte, wird die Wirkung umso stärker.
Genau das ist es, wovon Herwart Walden – Herausgeber des „Sturm“, einer bedeutenden Zeitschrift des Expressionismus – 1912 in Berlin sprach, wenn er sagte: „Der Maler malt nicht den Eindruck von außen, sondern den Ausdruck von innen…“
Ich freue mich, dass Lukas Walcher (wie schon 2017) auch dieses Jahr mit einem Werk in der Ausstellung des Walter Koschatzky Kunstpreises in den Hofstallungen des MQ vertreten sein wird und wünsche dem jungen Künstler von ganzem Herzen weiterhin Freude und Erfolg mit seiner Kunst.

 

Grußwort von Frau Dr. Gabriela Koschatzy

Autorin, Museumskuratorin und Kulturpublizistin – tätig als Übersetzerin und Kulturpublizistin.
Kuratorin des Egon-Schiele-Museums Tulln und Mitglied des Vorstandes der Stiftung des Erwin Ringel Instituts
Witwe des Direktor der Graphischen Sammlung Albertina / Wien Dr. Walter Koschatzy (1962-1986)

 

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